Um Wärmeverluste in einem Gebäude zu erkennen, ist geeignete Diagnosetechnik erforderlich. Messungen mit einer Infrarotkamera können Bereiche sichtbar machen, über die Wärme entweicht. Aussagekräftige Ergebnisse setzen jedoch eine richtige Vorbereitung des Gebäudes voraus. Stabile Innenbedingungen und eine Beurteilung der Umgebung beeinflussen, wie zuverlässig sich Thermogramme auswerten lassen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Messbedingungen und praktischen Schritte vor einer thermografischen Untersuchung.
Jahreszeit und Wetter: geeignete Bedingungen für eine thermografische Untersuchung
Günstige Bedingungen für eine thermografische Untersuchung bestehen meist zwischen November und Februar. In diesem Zeitraum ist der Temperaturunterschied zwischen Gebäudeinnerem und Außenluft von Natur aus größer. Außenfassaden sollten nicht unmittelbar nach direkter Sonneneinstrahlung gemessen werden. Sonnenstrahlung kann die Oberflächentemperaturen verändern und die korrekte Interpretation der Thermogramme erschweren. Untersuchungen werden deshalb üblicherweise nach Sonnenuntergang, früh am Morgen oder bei vollständig bedecktem Himmel durchgeführt. Eine geschlossene, niedrig liegende Wolkendecke kann besonders günstig sein. Sie verringert außerdem die Abstrahlung zu einem klaren Himmel, die die Oberflächentemperaturen eines Gebäudes deutlich beeinflussen kann.
Auch der Zustand des Gebäudes ist wichtig. Auf den untersuchten Flächen darf kein Schnee liegen; bei Regen oder Nebel sollte die Untersuchung nicht stattfinden, da Wasser die Infrarotmessung beeinträchtigen kann. Vor dem Termin sollte daher die Wettervorhersage beobachtet werden. Der endgültige Termin wird meist erst ein bis zwei Tage vorher anhand der kurzfristigen Prognose bestätigt.
Vorbereitung auf die Thermografie: Innentemperatur
Ein stabiler und ausreichend großer Temperaturunterschied gehört zu den wichtigsten Messbedingungen. Als häufig verwendeter Arbeitsrichtwert gilt eine Differenz von mindestens 10 °C zwischen innen und außen; 15–20 °C bieten in vielen Fällen günstigere Bedingungen. Die genaue Anforderung hängt unter anderem von den wärmetechnischen Eigenschaften der Gebäudehülle ab.
Der Temperaturunterschied allein reicht nicht aus. Gebäude besitzen eine erhebliche thermische Trägheit: Wände speichern Wärme und reagieren nur langsam auf veränderte Bedingungen. Deshalb sollten mehrere Stunden vor dem Eintreffen des Spezialisten stabile Innentemperaturen herrschen. Bei schweren Bauweisen, etwa Mauerwerkskonstruktionen, empfiehlt es sich, die Temperatur mindestens einige Stunden vor der Untersuchung möglichst konstant zu halten.
Zur Vorbereitung empfiehlt TERMOCENT, die Heizungsanlage vor der Messung zu beobachten. Lassen Sie die Heizung in der Nacht vor dem Termin auf der üblichen Tageseinstellung und erhöhen Sie sie, sofern mit dem Spezialisten vereinbart, leicht. Das unterstützt geeignete Messbedingungen und kann dazu beitragen, dass thermische Auffälligkeiten im Thermogramm erkennbar werden, darunter Bereiche, die im Hinblick auf Wärmebrücken oder Ausführungsmängel näher geprüft werden sollten.
Weitere Schritte vor einer thermografischen Untersuchung
Die Vorbereitung hängt auch davon ab, wie die Immobilie unmittelbar vor der Untersuchung genutzt wird.
Weitere Empfehlungen:
- Schließen Sie vor Beginn der Messungen alle Fenster und Außentüren.
- Lüften Sie die Räume mehrere Stunden vor der Untersuchung nicht.
- Öffnen Sie Jalousien, Rollläden und Vorhänge, damit die Luft in Fensternähe frei zirkulieren kann.
- Stellen Sie die Thermostatventile der Heizkörper auf eine mittlere Position, um eine gleichmäßige Erwärmung der Räume zu unterstützen.
- Sorgen Sie für freien Zugang zu Wandecken und Türöffnungen.
Eine richtige Vorbereitung erleichtert die diagnostische Arbeit und unterstützt eine verlässlichere Bewertung. TERMOCENT stimmt die Bedingungen vor dem Termin mit dem Auftraggeber ab, damit die Messung entsprechend dem geplanten Umfang durchgeführt werden kann.
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